Mittwoch, 18. Juli 2007
Stomp - und ich war völlig hin und her gerissen ...

Stomp und Semperoper - ob das gut geht? ... Das waren meine Gedanken letztes Jahr, als ich die Karten von Andi geschenkt bekam ...
Ich habe mich so gefreut auf diesen Abend, dem Thema entsprechend "angehübscht" saßen wir im 3. Rang, 1 Reihe und hatten den vollen Überblick. In anderthalb Stunden bekamen wir alles um die Ohren was auch nur Töne von sich geben konnte.
Aber mitten in der Vorstellung, schossen mir plötzlich die Tränen ins Gesicht und der Gedanke Stomp und Semperoper - das geht einfach nicht. Wer dieses ehrwürdige Haus kennt, der weiß was ich meine.
Für meine Begriffe wurde dieser Abend weder den Künstlern noch der Oper gerecht.
Stomp gehört unter freien Himmel, auf Openair Bühnen, zu einem Puplikum das nicht im feinen Zwirn life miterleben will, was Musik auch bedeutet.
Mit 2 Zugaben verabschiedeten sie die Performer und ließen uns - das Publikum - trotz langanhaltenden standing ovation einfach stehen.
Vielleicht hätte ich mir im Vorfeld auch nicht so viele Filme ansehen sollen, dann wären meine Erwartungen nicht so enttäuscht wurden.
Freitag, 6. Juli 2007
und immer wieder ...
es wird mir fehlen
dieses "Morgen"
dieses "küsschen"
das ich danach bekam.
es wird mir fehlen
dieses "Mama,
komm nimm mich nochmal
in den Arm".
sie werden mir fehlen
diese leisen schritte
die manchmal tappen
durch das haus.
die blauen augen,
sie werden mir fehlen
und auch dein lächeln
zieht heute aus...
... du kennst das ja schon ... aber immer wieder fallen mir diese Zeilen ein.
Ich habe dich lieb ... deine Mama
Donnerstag, 5. Juli 2007
verwirrende Augenblicke? - 26.-27.KW 2007
Wenn einer ... keine Reise tut, dann kann er trotzdem was erzählen ... und ich werde euch heute meine letzten 14 Tage in eine kleine Geschichte packen ...
Ich kann es nicht so gut wie Crucible und bin weit entfernt davon, jemals soo schreiben zu können, aber er hat mich mit seinen Gedanken auf die Idee gebracht :)
Zwischen heute und morgen
Es war an einem Freitagabend, ich stieg in mein Auto und fuhr das letzte Mal aus der heißen Stadt in Richtung Wald ... Alles begann bei fast 40 Grad, Tiefflieger waren im Anmarsch und die Sonne versank dunkelrot am Abendhimmel. 
Wir saßen gemütlich mit Schwiegereltern und Nachbarn auf der Terrasse und eröffneten das kommende Wochenende. In dieser Nacht geschah es ...
Am nächsten Morgen kratzte ein Virus an meinem Vertrauen zur heimischen Computerwelt und ich nahm ersteinmal eine Auszeit ins Reich der Smaragde.
Aber es sollte noch schlimmer kommen, dunkle Wolken brauten sich zusammen und der Himmel brach in Tränen aus. Ich kämpfte mit dem Drachen viele Stunden, wollte zwischendurch davon laufen und alles vergessen und doch, am Ende kam mein Held und gab mir die Sicherheit zurück, die ich so sehr brauchte.
Später, als der Himmel die Erde wieder frei gab, erlebte ich rosarote Momente und mit glasklarem Wasser nahm ich den Duft der Rosen in mir auf und dann sah ich sie ... 
... Die Brücke zwischen Himmel und Erde spannte sich weit über das Land und alle ihre Farben leuchteten am dunklen Gewitterhimmel. 
Im Feuerschein saßen wir geschützt unterm Efeu und Gedanken bahnten sich ihren Weg in alle Richtungen. Warum wohl sind wir wie wir sind? Es tat manchmal weh darüber nachzudenken und nur eine hatte die Fähigkeit klare Gedanken zu behalten und ihre Worte streichelten meine Seele...
Am nächsten Morgen sahen wachsame Augen, was passiert war in jener Nacht, die Sonne war in unser Haus eingezogen aber alle Rosenblätter lagen über den Wiesen verstreut. 
Der Wind säuselte mir ins Ohr, ich solle den Schatz suchen, den der Wald als sein einziges Geschenk für mich bereit hielt ...
In der kommenden Nacht öffnete sich mein Herz ganz weit, denn mein Liebstes lies sich hier nieder. Es ist so schön sie in den Armen zu halten. Sie verzauberte meine silbernen Fäden in leuchtende Farben und brachte mir immer wieder ein Stück Jugend zurück...
Gestern nun übernahm sie meine dunklen Träume und vielleicht versucht sie irgendwann etwas Licht in das Dunkle zu bringen, wer weiß ...
Und dann war es wieder soweit, während Marchmellos ins Feuer tropften, spannte sich aufs neue die Brücke zwischen den Häusern und langsam glaube ich, dass ich doch auf einer langen Reise durch Irland bin ... 
Wie es weiter gehen wird? Ich weiß es noch nicht ... aber vielleicht kommt irgendwann Ende der nächsten Woche Teil 2 der etwas anderen Wochenbilder ...
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Montag, 2. Juli 2007
Fannys Jahr in Chile
Wisst ihr noch? Vor knapp einem Jahr habe ich euch von Fanny erzählt, die nach Chile als Austauschschülerin gegangen war... Ihr hatte ich ein Blog eingerichtet, in dem sie uns, ihren Freunden und ihrer Familie von ihren Erlebnissen erzählen sollte.
Sie hat uns berichtet von ihrer Sehnsucht nach Daheim, sie hat uns erzählt von ihren neuen Freunden, von ihrer Schule und ihrem Zuhause und nun ist sie die letzte Woche dort und wird bald die Heimreise antreten.
Am 19. August letzten Jahres habe ich ihr unter einen Heimweh-Eintrag folgendes geantwortet:
Es ist sich nicht alles einfach, wenn man so weit weg ist, aber wir haben hier ein Rechnung für dich aufgestellt, die lautet:
- die ersten drei Wochen wirst du dir vielleicht wie im Urlaub vorkommen
- dann wird das Heimweh aufkommen (und ich glaube, da bist du gerade)
- und danach wirst du nicht mehr nach Hause zurück wollen...
Also Kopf hoch und durch ...
Spanisch zu lernen ist in einem spanisch sprechenden Land viel einfacher als hier an der Schule und diese Chance hast du jetzt...
Erzähl uns einfach was du so machst und du wirst sehen, es wird durch das schreiben alles irgendwie einfacher...
Und nun ist es soweit, die Rechnung von damals ist genauso aufgegangen, wie wir sie vorausgesehen haben ... Sie spricht besser spanisch als deutsch und sie hat Tränen in den Augen weil sie nun langsam Abschied nehmen muss ...
Ich glaube, ein junges Mädchen ist nach Chile geflogen und eine junge Dame wird nun zurück kommen - sie ist erwachsen geworden und es wird sich vieles in ihrem Leben hier verändern...
Ich danke ihr jedenfalls von Herzen, dass sie uns ein wenig hat bei ihr sein lassen, in einem fremden Land und am meisten habe ich mich heute gefreut, als ich das Bild vom Lago Chungará gesehen habe, an dem sie nun auch war... und ich hatte ein paar Tränen dabei in den Augen ...
Sonntag, 27. Mai 2007
Gedanken an einen Freund
Ich kann nicht bei ihm sein, aber ich würde ihm gern heute sagen:
Ich weiß das du trinkst und ich möchte dir gern helfen.
Wenn wir zu jedem Alkoholkranken bzw. -missbräuchler im Durchschnitt mindestens drei Angehörige zählen, kommen wir auf eine Zahl von 12,75 Mio. Angehörigen in Deutschland, die von den Auswirkungen einer Suchterkrankung bzw. -gefährdung betroffen sind.
Ich gehöre also auch dazu ... - ich bin keine Angehörige aber ich bin eine Freundin.
Ich werde aber im Gegensatz zu dem kleinen Prinzen nicht bestürzt verschwinden sondern ich bleibe da und ich werde mit dir darüber reden.
Wenn mir jemand dazu etwas schreiben möchte, wäre ich sehr dankbar.
























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